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Heute ist Sonntag, der 05. Februar 2012  

Atemschutzgeräteträgerlehrgang:

Während dieses Lehrganges, der mindestens 28 Stunden umfassen muss, wird vermittelt, wie man sich mit Atemschutz vor Schadstoffen an der Einsatzstelle schützen kann. Bevor man an diesem Lahrgang teilnehmen kann ist neben der Truppmannausbildung eine medizinische Untersuchung nach G26 zu absolvieren, sowie ab 2005 sollte der Sprechfunkerlehrgang bereits besucht worden sein.

Neben den theoretischen Grundlagen wird bei diesem Lehrgang viel mit den umluftabhängigen und vorallem den umluftunabhängigen Atemschutzgeräten (PA) geübt.

Um den Lehrgang erfolgreich zu absolvieren müssen die Feuerwehrleute durch die Atemschutzstrecke und einen theoretischen Teil absolvieren.

Das Absolvieren der Atemschutzstrecke besteht aus:
  • 20 Meter steigen auf der Endlosleiter
  • 60 Sekunden Radfahren auf einem Hometrainer (200 Watt)
  • Durchklettern einer Tank-Simulationsanlage (mit Absetzen des Pressluftatmers)
  • Durchlaufen bzw. -kriechen einer mit etlichen Hindernissen gespickten Atemschutzstrecke
  • erneut 20 Meter steigen auf der Endlosleiter

Die Kriechstrecke ist ein Gebilde aus Metallgittern, die von den Atemschutzträgern bei völliger Dunkelheit und zum Teil vernebelt (Disconebel) durchlaufen werden muss. Über Tonband wird eine laute Geräuschkulisse (Schreie, Explosionen) erzeugt, Heizstrahler erwärmen den Raum auf 80 bis 90 Grad Celsius. Vergleichsweise lächerlich: Bei einem echten Wohnungsbrand herrschen Temperaturen um 700 Grad Celsius. Doch durch diese Simulation kann der Träger ansatzweise erahnen, was im Einsatz auf ihn zukommt. Wer es hier mit der Angst zu tun bekommt, ist für den Ernstfall nicht geeignet. Übrigens: Die Strecke muss nicht nur durchkrabbelt werden. Höhenunterschiede über Leitern, stilisierte Schachtdeckel und weitere "Schikanen" machen die Strecke zur Herausforderung. Das "Highlight": eine Röhre. Um durch sie hindurchzukommen, muss der Träger das Atemschutzgerät absetzen und vor sich herschieben. Dennoch bleibt es an der Maske angeschlossen.

Jeder ausgebildete Atemschutzgeräteträger muss mindestens einmal jährlich die Atemschutzstrecke in der FTZ in Verden absolvieren und im Regelfall alle drei Jahre zur G26-Untersuchung.

Das steigen auf der Endlosleiter.
Martin Köster auf der Endlosleiter.

Das steigen auf der Endlosleiter.
Detmer Rippe auf der Endlosleiter.

Das Radfahren.
Martin Köster auf dem Hometrainer.

Das Durchsteigen der Tankanlage.
Michael Osmers beim Einstieg in die Tank-Simulationsanlage.



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