Gefahrgutübung am 09.09.2009, Alte Dorfstraße, Blender

Eine Gefahrgutübung in Blender bei der Firma Induflex forderte am Abend ca. 50 Feuerwehrleute aus Blender, Emtinghausen, Thedinghausen, Riede und Achim. Gegen 18:15 Uhr ließ Gemeindebrandmeister Jürgen Kehlenbeck (Lunsen) Alarm für die Feuerwehr Blender und die Gefahrgutgruppe der Samtgemeinde Thedinghausen und den GW-Mess der Kreisfeuerwehr auslösen.
Angenommen worden war ein Betriebsunfall mit austretenden unbekannten Stoffen und drei vermissten Personen. Die Ortsfeuerwehr Blender sperrte zunächst die Einsatzstelle ab und leitete die Menschenrettung mit mehreren Trupps unter umluftunabhängigem Atemschutz ein. Etwas später konnte dann auch die Gefahrgutgruppe eingreifen und mit Trupps in Chemikalienschutzanzügen eine Person in dem Raum retten, in dem die Gefahrstoffe austraten, diese Stoffe bestimmen (Salzsäure und Acceton dargestellt durch Wasser) und diese Behältnisse sichern und anschließend bergen. Parallel bauten weitere Kräfte den sogenannten dreifachen Brandschutz und eine Dekontaminationsstation auf und unterstützen die eingesetzten Trupps durch den Einsatz eines Überdrucklüfters. Dieser machte den Raum nahezu rauchfrei, denn durch die chemische Reaktion kam es zu einer Rauchentwicklung (dargestellt durch Diskonebel). Außerdem bot sich einem Trupp die Möglichkeit die Wärmebildkamera der Kreisfeuerwehr im verqualmten Bereich zu nutzen um so schneller die vermisste Person lokalisieren zu können.
Während der "Manöverkritik" konnte der Gemeindebrandmeister feststellen, dass alle eingesetzten Kräfte ihr Handwerk verstanden haben und kleinere aufgetretene Mängel sicher in den nächsten Übungseinheiten abgestellt werden. Des Weiteren bedankte er sich bei der Firma Induflex dafür, dass die Übung unter realistischen Umständen in der Werkhalle stattfinden konnte.

 

Kräfte am Einsatzort:
TSF-W Emtinghausen, LF8 / TLF 8/18 Blender, ELW1 / TLF16/25 / LF8 / GW-G / GW-R Thedinghausen, LF8 Riede, GW-Mess Gefahrgutzug des Landkreises, Gemeindebrandmeister

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