27.01.2011 Besichtigung der Rettungs- und Feuerwehrleitstelle

Während des monatlichen Dienstabends stand für die Emtinghäuser Feuerwehrleute die Besichtigung der Rettungs- und Feuerwehrleitstelle des Landkreises Verden auf dem Dienstplan. 18 Kameraden machten sich auf den Weg nach Verden, um hinter die Kulissen des Notrufs 112 zu schauen. Die Führung und Erklärung wurde vom Emtinghäuser Kameraden Freddy Gade, der Mitarbeiter der Leitstelle ist, arrangiert und durchgeführt. Zunächst gab es einen kurzen geschichtlichen Abriss über die Entstehung der Leitstelle in den 70er Jahren. Damals befand sich diese noch im alten Kreishaus an der Bremer Straße in Verden. Mit Umzug der Kreisverwaltung in den 90er Jahren zog auch die Leitstelle mit ins neue Kreishausgebäude ein. Die Leitstelle war damals bereits ein Jahr vor dem eigentlichen Umzug der Kreisverwaltung umgezogen, um einen reibungslosen Ablauf zu garantieren. Von den damaligen Anfängen eines einfachen Schreibtisches und vier Telefonen ist heute nicht mehr viel zu sehen. Technisch ausgeklügeltes KnowHow bestimmt den Arbeitsalltag in der Leitstelle.
In der Leitstelle Verden werden nicht nur die Notrufe 112 und 19222 für den Rettungsdienst aus dem gesamten Landkreis Verden angenommen und die entsprechenden Rettungsmittel alarmiert, sondern auch viele weitere Dienstleistungen in Zusammenhang mit Rufbereitschaften 24 Stunden am Tag und 365 Tage im Jahr erbracht. So gehen nach Dienstschluss Anrufe für den Trinkwasserverband Verden, der Stadtwerke Verden, der Kreisverwaltung Verden und des kassenärztlichen Notdienstes dort ein. Ebenso laufen dort auch das Hausnotrufsystem des Deutschen Roten Kreuzes und eine große Anzahl von automatischen Brandmeldeanlagen gefährdeter Betriebe und Einrichtungen aus dem Landkreis auf. Der jeweils diensthabende Disponent alarmiert nach Einschätzung der vom Anrufer geschilderten Lage mit Hilfe moderner Leitstellentechnik die j eweils zuständigen Feuerwehren, Rettungswagen und Notärzte oder stellt den Kontakt zu den Rufbereitschaften der Versorger oder des kassenärztlichen Notdienstes her. Des weiteren steht die Leitstelle in Kontakt mit der Polizei, den Krankenhäusern und umliegenden Kreisleitstellen. Unter dem Funkrufnamen "Florian Verden" werden nach der Alarmierung die eingesetzten Rettungsmittel über Funk koordiniert. Hier wird es im Laufe des Jahres 2011 eine gravierende Änderung geben. Der Funkverkehr wird auf Digitalfunk umgestellt. Das bedeutet, dass auch für die Disponenten und Feuerwehrleute Schulungsmaßnahmen für den Umgang mit der neuen Technik unumgänglich sind, um weiterhin einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten. Für die Feuerwehrleute war es ein äußerst interessanter Abend und spannend zu sehen, was sich hinter "Florian Verden" verbirgt. Wir bedanken uns noch mal recht herzlich bei unserem Kameraden Freddy Gade für die tolle und umfangreiche Führung.

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