Dienstabend Gefahrgutgruppe im März

[04.03.2015] - Einen etwas außergewöhnlichen Dienstabend erlebten die Mitglieder der Gefahrgutgruppe am Mittwoch abend im Feuerwehrhaus Emtinghausen. Hierbei stand mal nicht der Umgang mit dem feuerwehrtechnischen Gerät im Vordergrund sondern es war Teamgeist, Entscheidungsfreude und Improvisationstalent gefragt.

 

Wir hatten uns hierzu drei kleine Übungen ausgedacht, bei denen die Feuerwehrleute unter Chemikalienschutzanzug (CSA) ihre Geschicklichkeit unter Beweis stellen mussten. Als Hilfsmittel durften alle Gerätschaften des Fahrzeuges eingesetzt werden. Zunächst galt es aber die Anzüge richtig anzulegen. Hierzu rüsten sich die Trupps mit Atemschutz- und Funkgeräten aus und legen dann die Anzüge an. Hierbei sind den Kameraden weitere Feuerwehrleute behilflich.

 

In der ersten Übung musste eine Handlampe aus einem Kreis geborgen werden. Hierzu durfte der Kreis (simuliert durch einen C-Schlauch) nicht betreten werden. Ebenso durften sich keine Ausrüstungsgegenstände in dem Kreis befinden. Die Trupps lösten die Aufgabe, in dem auf beiden Seiten des Kreises B-Schläuche aufgetürmt wurden. Auf diesen Türmen wurde die Steckleiter gelegt und damit eine Brücke gebaut. Anschließend konnte ein Feuerwehrmann die Handlampe bergen. Unter dem schweren Schutzanzug keine leichte Angelegenheit.

 

Bei der zweiten Übung wurden auf einem eingeklappten Tisch drei Flaschen postiert. Der Tisch musste aufgerichtet werden, ohne diesen selbst zu berühren oder das die Flaschen umfallen. Die Trupps entschieden sich zunächst die Flaschen mit Verkehrssicherungskegel gegen Umfallen zu sichern. Dann hoben zwei Feuerwehrleute den Tisch mittels Feuerwehrleine an und und die beiden anderen lagen drunter und klappten die Tischbeine aus. Damit war auch die zweite Aufgabe gemeistert.

 

Die dritte Aufgabe gestaltete sich dabei schwieriger. Hierbei wurde ein Wassergraben wiederum mit einem C-Schlauch simuliert. Es galt einen Kanister von der anderen Seite zu bergen, ohne sich in den "Wassergraben" zu begeben und ohne das Gerät auf dem Boden liegt. Die eingesetzten Trupps entschieden sich erneut die Steckleiter einzusetzen. Erneut wurde auch ein Unterbau mit 6 B-Schläuchen gewählt um eine Erhöhung zu schaffen, die ausreicht, damit die Leiter nicht den Boden berührt innerhalb des "Wassergrabens". Problem war hierbei die Steckleiter in waagerechter Position auf die andere Seite zu bekommen. Hierzu wurde mit Hilfe einer Feuerwehrleine quasi eine Zugbrücke gebaut. Abschließend konnte dann ein Kamerad über die Leiter kriechen und den Kanister auf die andere Seite befördern.

 

In der abschließenden Manöverkritik zogen Norbert Müller und Dennis Bösche-Meyer positive Fazite. Im Vordergrund dieser Übungen standen hierbei die Entscheidungsfindung innerhalb der vorgehenden Trupps und der Einsatz des Materials auch jenseits der ansonsten bekannten Einsatzmöglichkeiten. Improvisation war also gefordert, so wie es auch im Feuerwehralltag üblich ist.

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