Einsatz der Kreisfeuerwehrbereitschaft

[26.07.2017] - Der Landkreis Hildesheim ist zwar gut 150km von Emtinghausen entfernt und trotzdem rückten am Mittwoch einige Feuerwehrleute dorthin aus. Die Kreisfeuerwehrbereitschaft Verden wurde zur Unterstützung bei der Bekämpfung der Hochwasserlage angefordert.

Gegen 8:30 Uhr wurden einige Feuerwehren im Landkreis Verden alarmiert. Das Einsatzstichwort war allerdings nicht alltäglich: Einsatz für die Kreisfeuerwehrbereitschaft (KFB). Es galt die Einsatzbereitschaft für den Abmarsch in den Landkreis Hildesheim herzustellen. Abfahrt war für 10:45 Uhr ab der Feuerwehrtechnischen Zentrale (FTZ) in Verden geplant. Es galt sich auf einen Einsatz im Hochwassergebiet von mindestens 24 Stunden einzustellen.

Wir haben dann eine Abfrage gestartet, wer kurzfristig für die nächsten drei Tage bei seinem Arbeitgeber abkömmlich wäre. Wir konnten dann fünf Kameraden in den Einsatz entsenden. Davon wurden drei dem Gefahrgutzug zugeordnet und zwei unterstützten die Ortsfeuerwehr Felde im Fachzug Wasserförderung.

Um 11:00 Uhr dann machte sich die gesamte Kreisfeuerwehrbereitschaft Verden mit seinen fünf Fachzügen (ca. 150 Einsatzkräfte und über 30 Fahrzeuge) auf den Weg Richtung Hildesheim. Gegen 14:00 Uhr trafen wir dort ein und nahmen Kontakt mit der örtlichen Einsatzleitung auf. Diese ordnete uns als Einsatzgebiet die Ortschaft Heersum in der Gemeinde Holle im Landkreis Hildesheim zu. Diese Ortschaft lag direkt an der Innerste. Leider wurden dort gerade Deichbauarbeiten durchgeführt, so dass der Deich nicht seine volle Schutzwirkung für die Ortschaft entfalten konnte.

Gegen 16:00 Uhr nach einer Verpflegung (Frühstück) nahmen wir dann die Arbeit auf. Es galt zunächst Sandsäcke zu füllen und einen Behelfsdeich aus Sandsäcken zu verbauen. Sinn und Zweck war eine weitere Überflutung zu verhindern. Einige Häuser standen bereits Kniehoch unter Wasser. Man konnte förmlich beobachten wie das Wasser weiter anstieg und die Ortschaft weiter voll lief. Den ganzen Tag und Abend bis in die späte Nacht errichteten wir diesen Behelfsdeich aus Sandsäcken. Unterstützung erhielten wir dabei von Tauchern der DLRG, die wasserseitig Planen vor den Deich legten um eine weitere Durchsickerung zu vermeiden. Parallel wurden Tauchpumpen und weitere Pumpen eingesetzt um einen Wasseranstieg in den Häuser zu vermeiden. Unsere Bemühungen waren dann erfolgreich. Der Wall aus Sandsäcken und Plane hielt dem weiteren Anstieg und auch der starken Strömung Stand. Es wurden um die 12.000 Sandsäcke gefüllt und auf einer Länge von ca. 550m verbaut. Gegen 3:00 Uhr in der Nacht wurden wir dann durch die KFB Nord des Landkreises Heidekreis abgelöst. Um 4:00 Uhr konnten wir dann die Nachtruhe in der Grundschule in Holle antreten.

Um 7:30 Uhr am Donnerstag morgen war dann wieder aufstehen und Frühstück angesagt. Ab 9:15 Uhr ging es dann zurück nach Heersum. Hier lösten wir die KFB Nord des Landkreises Heidekreis wieder ab. Es wurde der Deich kontrolliert und weitere Pumpmaßnahmen eingeleitet. Ein weiterer Sandsackverbau war nicht mehr notwendig. Der Wasserstand war deutlich gefallen. Gegen 15:00 Uhr wurden wir dann von KFB Diepholz abgelöst. Es gab dann noch eine Mittagsverpflegung und dann ging es zurück nach Verden. Gegen 19:00 Uhr waren wir dann wieder in der Heimat eingetroffen und zwei anstrengende Tage waren beendet.

Aus Emtinghausen im Einsatz waren: Torben Hasselmann, Clemens Rodewald, Danny Schlitte, Daniel Voigt, Dennis Bösche-Meyer

 

Link: Kreisfeuerwehr Verden

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